Pressereaktionen

Neue Osnabrücker Zeitung vom 07.05.2004

Die Mettinger ließen das Kulturforum nicht hängen

Mettingen (pf)

Der Osterhase trommelt, was das Zeug hält, vertreibt zwei Nikoläuse und mit ihnen den Winter. Im tiefsten Februar macht das herzerfrischende Bild bei Familie Lammers Lust auf Frühling und bunte Eier. Seit Mittwoch hängt das Langohr im Mettinger Kunstspeicher.

Der Verräter Judas, Heimathaus und Emsauen sowie einer Gruppe von Geistlichen, die auf einem Seerosenteich lustwandeln, sind Nachbarn vom Osterhasen. Was ist passiert? Die Mettinger Hängung geht los!

Gespannt sind die Organisatoren des Kulturforums, die sich von der Petersburger Hängung inspirieren ließen und sie im Kunstspeicher nachempfinden wollen. Begeistert sind sie schon am ersten Tag der Bilderabgabe, die Mann und Frau auf den Plan riefen und mit ihren Bildern auf den Schultenhof lockten. So mancher Schinken ist dabei, so manche Rarität. Die breite Palette der Werke macht den Reiz der Ausstellung aus.

Dicht an dicht hängen nun die Bilder aus den Stuben der Bürger, jedes hat seine Geschichte. Christine Riedel hat ein Ölbild ihres Onkels bei gesteuert. "Es hat bei uns im Flur seinen Platz und strahlt mich an, wann immer ich daran vorbeigehe." Auch die kräftigen Rot- und Gelbtöne einer Acrylbildes von Karin Hetling bringen Pep in den Kunstspeicher. Agnes Lohmann bringt das Bild ihrer Kollegin mit. "Outback II" lautet der Titel, entstanden nach einer Australienreise der Malerin.

Franz-Josef Gödde, Bernhard Kötter und Werner Alves turnen hoch oben auf der Leiter, sind in Aktion mit Hammer und Nagel. Jedes Bild bekommt seinen Platz. Das kleinste ist wenig größer als eine Streichholzschachtel. Und auch ein echter Künnemann ist vertreten, ebenso wie Erstaunliches von Tombrink und Berms-Batas.

Zur Vernissage "Mettinger Hängung" lädt das Kulturforum am Samstag, 8. Mai, um 19 Uhr, in den Kunstspeicher. An diesem Tag ist zwischen 10 und 14 Uhr noch Gelegenheit zur Bildabgabe.