Scheunenfest 2005

"Pure irish musik" im Stil der legendären Dubliners boten am 20. Mai 2005 die "Stokes" in der Scheune des Schultenhofes.

Die vier Musiker um Kevin Sheahan zeigten mit atemberaubenden Tunes, was die Saiten halten und die Ohren hören wollten. Die einfühlsamen Balladen und kräftigen Sauf- und Rauflieder begeistertn das zahlreiche Publikum.

Dazu Geschichten und Anekdoten von der grünen Insel: ein Fest für alle Irland- Fans. Die Scheune hat schon mehrfach bewiesen, dass sie der richtige Rahmen für irische Feste ist.

Hierzu die IVZ vom 23.05.2005:

"Stokes" begeisterten mit irischen Raufliedern

METTINGEN

Es gibt Musikrichtungen, die immer erfolgreich sind, die immer "ankommen". Wie die irische Folklore. Wird sie dann auch noch so vorgetragen wie am Freitag, bleiben kaum noch Wünsche offen. Höchstens die Sehnsucht nach dem Land selbst oder wenigstens nach einer Zugabe: "Ein Song noch, noch eine Ballade, bitte!"

Die Gruppe, die von 180 Besuchern des traditionellen Scheunenfestes des Fördervereins Mettinger Schultenhof so gefeiert wurde, nennt sich "stokes", so wie der legendäre Geschichtenerzähler aus Graignamanagth/Killkenny. Geschichten erzählten die vier Musiker natürlich auch. Aber vor allem unterhielten sie ihr Publikum mit einer Menge feuriger Lieder, in erster Linie Hornpipes sowie Sauf- und Rauflieder.

"Und nun kommt ein echtes Liebeslied", ließ sich der mitreißende irische Sänger und Gitarrist Kevin Sheahan gleich zu Anfang augenzwinkernd vernehmen, "Es handelt von viel Alkohol!" Das Publikum, ebenfalls gut bewirtet, ging lebhaft mit, begrüßte freudig den einen oder anderen Bekannten, oder stimmte begeistert in so manchen Refrain ein. Wie selbstverständlich sangen alle mit, als es hieß, "und nun alle Frauen unter 40!" , denn hier konnte sich jeder jung und unbeschwert fühlen.

Nur für die Hörer auf der Empore war es manchmal ein wenig zu lebhaft. Sie mussten tüchtig die Ohren spitzen um alles mitzukriegen, zumal das Mikrophon die Fiedel zunächst etwas schwachbrüstig klingen ließ. Dafür konnten sich die Leute auf der Empore, die durch das Glasdach den Blick auf wunderschöne Baumkronen freigab, nun wirklich wie auf der Grünen Insel fühlen. Doch zurück zur Musik: Ganz unerwartet erklang ein flotter Walzer. Denn - wer hätte das gedacht - der wurde in Irland erfunden. Die Musiker wollten damals 25 Prozent des Vierviertel-Taktes sparen, als ihr Salär gekürzt wurde. Das Ensemble "stokes" tat dagegen so, als werde es gut bezahlt: es spielte sogar sechs Achtel.

Immer munterer ging es zu, der Zenit war noch lange nicht erreicht. Dafür sorgten Jörg Gleba und Roman Koput mit Banjo, Mandoline und Tamburin. Auch Ariane Böker legte mit dem kleinen Flötchen nach der Fiedel noch einen Zahn zu. Ganz zu schweigen vom Vollblut-Musiker und -Entertainer Sheahan. Dem traute man mit seinem Sprech- und Gesangstempo durchaus den nächsten Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde zu. "Mal sehen", meinte er trocken, "mit dem Guinness klappt es schon". Später lernte das Publikum , dass das "e" in der irischen Schreibweise von "Whiskey" für "exzellent" steht. Auch das war natürlich fröhlich zu besingen, denn schließlich ist Whiskey ja Lebenswasser: "Shideljadeldimda, shideljadeldimday!"

Montag, 23. Mai 2005 | Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung (Mettingen)