Privatgärten offenbaren viele traumhaft schöne Ecken
IVZ vom 17.6.2014 (Dietlind Ellerich)    

Elf Gartenbesitzer haben am Sonntag in Kooperation mit dem Förderverein Mettinger Schultenhof die Pforten zu ihren heimischen Grünanlagen geöffnet. Die Hobbygärtner waren vom Andrang und Interesse überwältigt und gaben gerne Auskünfte und Tipps.

METTINGEN. „Das ist bisher der Schönste“, ruft Pepe seiner Mama zu. Was dem Siebenjährigen an dem Garten der Familie Herfurth so besonders gut gefällt, kann er wie die Scharen von Menschen, die am Wochenende das 1700 Quadratmeter große Gelände in Hanglage an der Sonnenstraße erobern, wohl gar nicht so genau sagen.

E
s sind einfach zu viele schöne Ecken. „Traumhaft“ hört man oft, aber auch von viel Arbeit ist immer wieder die Rede. „Das darf man nicht so sehen“, sagt Klara Herfurth bescheiden. Sie sieht den Garten als ihr großes Hobby an, und das macht eben mehr Spaß als Arbeit.Die 73-Jährige gehört zu den elf Gartenbesitzern, die in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Mettinger Schultenhof in ihre Anlagen eingeladen hatten. „Fahrräder, soweit das Auge reichte und Menschen, die Schlange standen, um einen Lageplan zu bekommen“, ziehen Maria und Otto Nienhoff vom Organisationsteam eine begeisterte Bilanz ihrer „Schicht“ am Schultenhof. Dort war der Start der Offenen Gartenpforte, die der Verein zum dritten Mal organisiert hatte.

Und auch die Gartenbesitzer waren vom Andrang und Interesse überwältigt und standen gerne Rede und Antwort. Sie lege Wert darauf, ihren Garten, falls irgendwann einmal nötig, auch im Rollstuhl fahrend genießen zu können, und sie wolle von jeder Stelle im Garten einen schönen Blick haben, erklärt Klara Herfurth. Vom Hochsitz hat man den besten Ausblick, unter dem Pavillon kann man die Wolken am Himmel ziehen sehen, die Bank am Teich lädt dazu ein, sich bei Geplätscher und Vogelgezwitscher zu erholen. „Wer wissen will, wer ich bin, muss einfach in meinen Garten schauen“, beschreibt die Gastgeberin die Anlage, die früher der Apfelgarten ihres Elternhauses war. Einige der 70 bis 80 Jahre alten Gewächse sind noch im Garten.Auch ein paar Häuser weiter blockieren Unmengen von Fahrrädern die Sonnenstraße. Familie Fieker lädt ebenfalls in ihren wunderschön gestalteten Garten ein. Hochbetrieb herrscht dort nicht nur wegen der Blumen und Bäume, sondern auch an Kuchentheke und Würstchenstand. Der Verkauf von Kuchen, Kaffeekannen und Würstchen hat einen guten Grund. Der Erlös wird auf Wunsch der Familie Fieker der Hospizgruppe des Altenheims Maria-Frieden zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeiter der Gruppe sind vor Ort und packen mit an. Es hat sich gelohnt, freut sich Ansprechpartnerin Ingrid Feldmeyer am Montag. Das Geld reicht zur Finanzierung der diesjährigen Fortbildung der 15 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hospizgruppe.

Auch andere Gartenbesitzer verkauften Speisen und Getränke für den guten Zweck wie für die Kinderkrebshilfe und die Radweg-Initiative Schniederberg.

Die „Offene Gartenpforte“ des Fördervereins Mettinger Schultenhof kam bestens an. Nicht nur bei den Mettingern, auch Familien aus den Nachbargemeinden machten sich per Rad auf den Weg ins Tüöttendorf. Gut, dass nicht nur viele Gärten traumhaft waren, sondern auch das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte.

 

 

 

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