Andenken an die Gräuel des Krieges wachhalten

Ausstellung „GeDenkorte 2014-2015“ auf dem Schultenhof

 

„GeDenkorte 2014-2015“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Fördervereins Mettinger Schultenhof und der „Werkstatt für Photographie“ und bis zum 26. Juli jeweils samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Foto: Dietlind Ellerich

-del- METTINGEN. Neun Fotografen aus dem Münsterland begeben sich rund 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges auf die Spuren der unterschiedlichen Erinnerungskultur in Belgien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Ihre Bilder der Gedenkstätten fordern zum Erinnern und Nachdenken auf.

Sie zeigen „GeDenkorte 2014-2015“, und eine Auswahl ist seit dem Wochenende im Mettinger Kunstspeicher zu sehen. Die neue Ausstellung ist ein ambitioniertes Gemeinschaftsprojekt des Fördervereins Mettinger Schultenhof und der „Werkstatt für Photographie“.

„Wir sind dieser Bitte sehr gerne nachgekommen“, dankte Bernhard Kötter vom Vorstand des Fördervereins den Verantwortlichen der Werkstatt für die Konzeption und Gestaltung der Ausstellung. Beim Blättern in Florian Illies´ „1913. Der Sommer des Jahrhunderts“ sowie „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque sei ihm wieder die Sorglosigkeit und Unbekümmertheit bewusst geworden, mit der die Menschen vor 100 Jahren ahnungslos und rasant auf die Katastrophe zusteuerten. Um wenige Jahre später zerbrochen an Leib und Seele zurückzukehren. Die Nationen hätten versucht, das Andenken der Gräuel dieses Krieges wachzuhalten. „Soldatengräber sind die stärkste Mahnung zum Frieden“ erinnerte Kötter an Albert Schweitzer. „Mit der Ausstellung möchten wir diese Mahnung ins Gedächtnis rufen“, machte Kötter deutlich. Auch Dieter Blase, Gründer der Werkstatt für Photographie, wünschte sich, dass die Werkserien der neun Fotografen den Betrachter zum Nachdenken anregten.

Die Vernissage wurde musikalisch begleitet von Walter Börgel, Peter Junk, Uli Rieke und Wolfgang Schröder, die Soldaten-, Antikriegs- und Friedenslieder vom Ersten Weltkrieg bis heute vortrugen.

„GeDenkorte 2014-2015“ zeigt Werkserien von Dieter Blase, Bernd Kappenberg, Richard Klumpp, Richard Korff, Jörg Lehmkühler, Frank Lemken, Georg Niklasch, Thomas Schulze-Schwienhorst und Marc Sestrup. Die Ausstellung im Kunstspeicher auf dem Schultenhof ist bis Sonntag, 26. Juli, jeweils samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Gruppen ab acht Personen, die sich für eine Führung durch die Ausstellung „GeDenkorte 2014-2015“ interessieren, melden sich bitte unter joerg.lehmkuehler@osnanet.de.

Die Finissage ist am Sonntag, 26. Juli, um 16 Uhr mit einer Fotografenführung und einer Diskussionsrunde zum Thema Denkmal

 

(Ge)Denkorte -

 eine Fotoausstellung in Mettingen

vom 12.6. bis 19.7.2015

Text in der IVZ vom 2.6.2015 (Agnes Lohmann)