Auffällige und filigrane Kunst (IVZ vom 23.11.2015)

Werke des Welbergener Kreises

-clu- METTINGEN. „Das ist für einen Ort wie Mettingen nicht alltäglich, dass wir hier eine solche Kunst anbieten können.“ Beeindruckt zeigte sich Bürgermeisterin Christina Rählmann anlässlich der Eröffnung der „Herbstgäste“-Ausstellung im Kunstspeicher. Mitglieder und Freunde des „Welbergener Kreises“ zeigen hier sowie an den Kooperationsstandorten Kunstverein Ibbenbüren und Kulturspeicher Dörenthe vorwiegend aktuelle Werke aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Grafik, Objekte, Holzschnitt und mehr.

Auch Bernhard Kötter, vom Förderverein Schultenhof ist hochzufrieden mit der Ausstellung: Der „Welbergener Kreis“ habe entschieden, wer wo ausstellt und für jeden Standort einen eigenen Organisator eingesetzt. Sieben Künstlerinnen und Künstler sind mit 40 Exponaten in Mettingen vertreten.

Viele Künstler des „Welbergener Kreises“ hätten in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen bereits an den drei Einzelstandorten ausgestellt, doch sei dies die erste Großausstellung der kreisweit agierenden Künstlergruppe, die im Rahmen der „Herbstgäste“ zu sehen ist, erzählt Kötter.In Mettingen werden unterschiedliche Werke aus der aktuellen heimischen Kunstszene gezeigt. Während im Erdgeschoss eher etwas schrille, auffällige Werke dominieren, ist das Obergeschoss von organischen Formen, filigraner Machart und fröhlicher Lebendigkeit geprägt. Eine Installation aus unzähligen stammartigen Einzelobjekten (Silke Wellmeier) wirft die Frage auf, um welche Art Material es sich handelt. Es ist hauchdünnes Porzellan!

Martin Rehkopp (Foto: Karl Dorenkamp)

 Auch die 3-D-Objekte von Freimut Kiewisch vermögen die Blicke auf sich zu ziehen: Es sei eine „leise Heiterkeit und zarte Mechanik“, die diese Exponate auszeichne, befand Martin Rehkopp, ehemaliger künstlerischer Leiter der Kloster Bentlage gGmbH, der die Einführungen in alle drei Ausstellungen übernahm.

Noch bis 20. Dezember ist die Ausstellung im „Kunstspeicher“ (Schultenhof) Mettingen samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

Weiterer Schub für die regionale Kunst

Ausstellung Herbstgäste ist seit Samstag an drei Orten in der Region zu sehen
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Von Claudia Ludewig in der IVZ vom 24.11.2015

IBBENBÜREN/DÖRENTHE. Zum achten Mal luden am Samstag der Kunstverein Ibbenbüren sowie die Fördervereine Kulturspeicher Dörenthe und Kunstspeicher Mettingen (Schultenhof) zur Eröffnung ihrer Gemeinschaftsausstellung „Herbstgäste“ ein. In diesem Jahr sind Mitglieder des Welbergener Kreises sowie einige mit diesem befreundete Künstler zu Gast in den Ausstellungsräumen, die mit unterschiedlicher Atmosphäre und Umgebung für jedes Werk den passenden Rahmen bieten.

Jeder Ort habe seinen besonderen Charme, und die Künstler hätten sich darauf eingelassen, erzählt Kristian Niemann, der heute in Saerbeck lebt, sich als gebürtiger Ibbenbürener jedoch für den Ausstellungsort „Alte Honigfabrik“ beim Kunstverein Ibbenbüren entschieden hat. Er freut sich, dass der Welbergener Kreis in diesem Jahr erstmals die Gelegenheit bekam, im Rahmen der „Herbstgäste“ auszustellen, da, wie Niemann findet, die Lokalarbeit ganz wichtig sei. Als Mitglied des „Welbergener Kreises“, einem Zusammenschluss aus Künstlern des Kreises Steinfurt, würde er sich über zusätzliche Ausstellungsorte freuen, die künftige Gemeinschaftsausstellungen möglich machen.

Auch Martin Rehkopp, ehemaliger künstlerischer Leiter der Kloster Bentlage gGmbH und an diesem Nachmittag für die Einführung in die drei Ausstellungen zuständig, betonte die Wichtigkeit des Welbergener Kreises für die Region und die Bedeutsamkeit regionaler Ausstellungsmöglichkeiten. So habe der Kreis insbesondere in den 1970er und 80er Jahren neue Akzente in einer ansonsten künstlerisch eher armen Gegend gesetzt. Damit kam etwas in Bewegung. Dass der Kreis heute gut aufgestellt ist, was das künstlerische Leben anbelangt, in Bewegung. Dass der Kreis heute gut aufgestellt ist, was das künstlerische Leben anbelangt, hat Dr. Gerd Overmeyer, Vorsitzender des Fördervereins Kulturspeicher Dörenthe, ebenfalls festgestellt. Besonders sei dabei „die große Bandbreite des künstlerischen Ausdrucks“, zeigt sich Overmeyer begeistert und ergänzt: „Ich glaube, dass ist eine der besten Ausstellungen, die wir bisher hatten.“

„In dieser Form haben wir in den letzten Jahren nicht präsentiert“, erklärt Ulrich Manfraß, Vorsitzender des Kunstvereins Ibbenbüren. Sieben Künstler stellen ihre Werke in der „Alten Honigfabrik aus; die Räumlichkeiten liefern den geeigneten Hintergrund für einen Videoinstallations- und Fotoschwerpunkt. Doch auch schwarz-weiß beziehungsweise schiefergrau gehaltene „Strukturanalysen“, von Kristian Niemann als Grafik und als Skulptur präsentiert, sowie eine kleinteilige, zum Entdecken einladende Serie aus Bildern und kleinen Objekten von Thomas M. Hartmann warten beim Kunstverein.

Der Kulturspeicher Dörenthe gibt mit seinen unterschiedlichen Obergeschossräumen dagegen nicht nur sehr vielen (14 Künstler), sondern auch sehr unterschiedlichen Werken Raum. Während einige Werke schrill, bunt, frech und provozierend daherkommen, zeigen sich andere Bilder und Objekte deutlich zurückhaltender, sind in ihrer Formensprache und Farbigkeit reduziert, greifen organische Formen auf und fügen sich so harmonisch in die Umgebung ein, wie zum Beispiel die an der Wand hängenden Skulpturen von Peer Christian Stuwe, die so wirken, als hätten sie schon immer dort gehangen.

Noch bis zum 20. Dezember sind die Ausstellungsstandorte jeweils samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

„Seit rund 45 Jahren gestaltet der Welbergener Kreis das künstlerische Leben der Region aktiv und kreativ mit.“

Martin Rehkopp

Herbstgäste auch in Mettingen - Eigenbericht

Vernissage an drei Orten

METTINGEN. In der schon traditionell gewordenen Gemeinschaftsausstellung „Herbstgäste“ präsentieren die durch die „Funny Red Line“ freundschaftlich verbundenen Vereine (Kunstverein Ibbenbüren, Kulturspeicher Dörenthe und Kunstspeicher Mettingen) vom 21. November bis 20. Dezember 27 Künstler des Welbergener Kreises.

Die beteiligten Künstler zeigen in der dreiteiligen Ausstellung eine umfangreiche Werkschau ihrer neuesten Arbeiten, die von Collagen, Fotografien, Skulpturen bis hin zu großformatigen Gemälden reichen. Eine repräsentative Auswahl, die viele Bereiche moderner Kunst und ihrer neuesten Tendenzen umfasst.

Die Eröffnungen der Ausstellungen am Samstag, 21. November, beginnen um 15 Uhr im Kunstspeicher Mettingen, werden dann um 17 Uhr in der Alten Honigfabrik Ibbenbüren fortgeführt und enden um 18.30 Uhr im Kulturspeicher Dörenthe, wo auch zu weiteren informativen Gesprächen mit den Künstlern Gelegenheit besteht. Martin Rehkopp, früherer künstlerischer Leiter des Kulturforums Bentlage, wird an allen Ausstellungsorten Erläuterungen zu den ausgestellten Werken geben.

Im Kunstspeicher Mettingen sind die folgenden Mitglieder des Welbergener Kreises ver- treten: Freimut Kiewisch (3-D- Objekte), Jutta Bäumler (Malerei), Andreas Kiepe (Collagen und Installationen), Christina Sauer (Holzschnitte), Bettina Sandhaus (Malerei), Silke Wellemeier (Keramik) und Jupp Ernst (Fotografiecollage).