Künstlerdorf: Kinder lassen ihrer Kreativität freien Lauf - Pressebericht von Dietlind Ellerich - IVZ vom 25.8.2014

60 Nachwuchskünstler zeigen ihre Werke

Selten war der Kunstspeicher auf dem Schultenhof so voll wie am Samstagnachmittag. Vor allem Kinder und Jugendliche waren überproportional vertreten, als das Künstlerdorf und der Förderverein Mettinger Schultenhof zur Ausstellungseröffnung einluden.

METTINGEN. Wochenlang hatten mehr als 60 Künstler vom Grundschul- bis zum Teeniealter auf den großen Tag gewartet, an dem sie ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren konnten. Die Collagen, Bilder, Objekte und Fotos hatten sie in zwei Workshops im Juni unter Begleitung von sechs Künstlern aus dem Tüöttendorf und der Region gestaltet.

Foto: Dietlind Ellerich

Entsprechend groß war der Andrang, denn die Familien der Nachwuchskünstler hatten es sich nicht nehmen lassen, die Kinder zur Ausstellung zu begleiten, und die Organisatoren des Fördervereins und einige Künstler waren ebenfalls vor Ort, um auf die erste Auflage des Künstlerdorfs zurückzublicken.

Ute Schwermann-Temmen vom Vereinsvorstand hatte das Projekt federführend begleitet und war von der Resonanz begeistert. „Unser Konzept, den Schultenhof mit kreativen Kindern zu beleben, ist aufgegangen“, freute sie sich mit Blick auf die im Speicher aufgeregt wuselnden Kinder, die stolz ihre Werke zeigten. „In diesem Projekt steckt sehr viel Arbeit“, stellte Schwermann-Temmen fest und meinte nicht nur das Engagement der jungen Künstler und des Vereins, sondern vor allem die Unterstützung durch die „großen“ Künstler Renate Pfennig, Ulrike Scherer, Andreas Gorke, Josef Lange-Grumfeld, Jörg Lehmkühler und Mandir Tix, die sich sehr viel Mühe gegeben hätten, sowie durch die Sponsoren, die Sach- und Materialspenden beigesteuert hatten.

Die Organisatoren des Fördervereins hatten die an den Workshoptagen entstandenen Kunstwerke im Keller des Speichers zwischengelagert und in der vergangenen Woche „das Chaos“ in eine Ausstellung verwandelt, die die besondere Wertschätzung der Arbeiten unterstrich. Die Werke standen auf Podesten und zwischen den Scheiben der Doppelfenster, hingen an Wänden, Decken und mit Klammern befestigt an einer Leine und machten die beiden Etagen des Speichers zu einem besonderen Kunstraum für alle Künstler und Gäste.

Stolze Kinder, begeisterte Eltern, zufriedene Veranstalter und Künstler – das Künstlerdorf verdient eine weitere Auflage. Ute Schwermann-Temmen hofft auf Unterstützung für das Projekt im nächsten Jahr.

Die Vernissage am Samstag war zugleich Finissage, denn das Künstlerdorf war nur für einen Nachmittag zu bestaunen. Am Abend durften die Nachwuchskünstler ihre Werke mit nach Hause nehmen. Nur für wenige Tage ist der Kunstspeicher nun leer, denn schon am Freitag, 29. August, lädt der Förderverein Mettinger Schultenhof um 20 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Eldorado“ von Jupp Ernst und Sabine Swoboda ein.

Alle Fotos von Karl Dorenkamp - Die kleinen Fotos bitte anklicken! Die Scheune als Kreativraum

Arbeiten vom 7.6.2014 mit Frau Pfennig und Frau Scherer

Ute Schwermann-Temmen und Andreas Gorke beim Kurs Drucke

Eine bemerkenswerte Radierung

Josef Lange Grumfeld mit den Teilnehmern bei der Gestaltung ihrer Bildcollage


Die Collage zum aktuellen Thema: Fußballweltmeisterschaft


Jörg Lehmkühler beim Fotografiekurs


Mandir Tix und Ute Schwermann-Temmen beim Kurs mit Y-Tong-Steinen  ---------------------------------------- eine schöne Skulptur!