Leader-Projekt mit dem Kunstverein Ibbenbüren und dem Kulturspeicher Dörenthe

Den Blick wieder auf die Kunst lenken

Mettinger Skulpturen sind Teil eines Leader-Projektes

Sonntag, 28. Okt. 2018 - 15:33 Uhr
von Holger Luck

Der als Leader-Projekt geplante Skulpturenweg zwischen den Kunststandorten Mettinger Schultenhof, Kulturspeicher Dörenthe und Alte Honigfabrik Ibbenbüren nimmt weiter Gestalt an. So geht der Förderverein Schultenhof jetzt mit seinen Vorbereitungen auf die Zielgerade.

 

Foto: Holger Luck (IVZ)

 

Rund 20 Skulpturen im Umfeld der Tüöttengemeinde wurden und werden für das Gemeinschaftsprojekt gesichtet, entstaubt und neu dokumentiert. Ab dem 1. April 2019 soll die „SkulpTour“ der drei durch die „Funny Red Line“ verbundenen Kunstvereine zur Verfügung stehen. „Im öffentlichen Raum gibt es eine Vielzahl an Kunstobjekten, die von den Menschen im Alltag kaum noch wahrgenommen werden“, sagt Agnes Lohmann, die den Mettinger Beitrag zur „SkulpTour“ gemeinsam mit Bernhard Kötter organisiert. Das Leader-Projekt soll diese Werke wieder ins Gedächtnis rufen, den Blick der Bürger neu auf sie lenken.

Dabei lasse das Gemeinschaftsprojekt nicht nur den Mettinger und die beiden Ibbenbürener Vereine näher zusammenrücken, sondern trage, auch durch die Einbeziehung von Teilen der Zechenanlagen, zur Stärkung der Tourismusregion Tecklenburger Land bei, erklären die beiden Vorstandsmitglieder des Fördervereins Schultenhof.

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Basis des Mettinger Teils der „SkulpTour“ sind rund 15 Kunstwerke, die bereits 2001 im Rahmen eines „SkulpTour“-Projektes installiert wurden und an ihren Standorten verblieben sind. Einige weitere werden neu in das Projekt einbezogen. Die Skulptur, die sich wohl am nachhaltigsten im öffentlichen Bewusstsein der Mettinger festgesetzt hat, ist die Bronzefigurengruppe (Tüötte, Bergmann, Bäuerin mit Kind) der Emsdettener Künstlerin Anne Daubenspeck-Focke vor Haus Telsemeyer. Ebenfalls von der Gemeinde angekauft wurde seinerzeit die „Displaced Sculpture“, mit der Bildhauer Robert Stieve den leidenden und entwurzelten Menschen darstellt. „Unsere Gegenwart zeigt die Aktualität dieser Arbeit“, meint Bernhard Kötter. Auch die Metall-Installation „Und so weiter“ am Mühlrad am Markt und die Figur vor dem Comenius-Kolleg gehören zum Mettinger Skulptur-Pfad.

Die Kunstwerke zur „SkulpTour“ zusammenzuführen und mit neuen, erklärenden Texten zu versehen, war in den vergangenen Monaten wesentliche Aufgabe der Aktiven des Fördervereins Schultenhof. Katalog und Flyer sollen Kunstinteressierten Orientierung bieten. Entsprechend qualifizierte Ehrenamtliche werden Führungen zu festen monatlichen Terminen sowie für angemeldete Gruppen anbieten. Hier sucht der Förderverein noch Unterstützung. Wer sich also künftig als „SkulpTour“-Führer betätigen möchte, kann sich unter info@schultenhof-mettingen.de melden.

Ein wesentlicher Gedanke der „SkulpTour“ als Leader-Projekt ist es, sozial benachteiligte Menschen (mit Behinderung, Förderschüler, Flüchtlinge) zu integrieren. Begleitende Veranstaltungen, etwa Sandstein-Workshops, Töpfer- oder Keramikkurse, sollen dazu beitragen. „Kunst im öffentlichen Raum, die allen immer und ständig zugängig ist, ist demokratische Kunst.“ Gerade diesen Aspekt solle mit dem Projekt „SkulpTour“ hervorgehoben werden, so Kötter.

schultenhof-mettingen.de