Was geschieht, wenn ein afrikanischer und ein deutscher Künstler gemeinsame Projekte erarbeiten?

Dieser Frage geht der Förderverein Mettinger Schultenhof in der Ausstellung  „Von Kapstadt nach Mettingen“ vom 1. Juni bis zum 8 Juli 2012 im Kunstspeicher nach und präsentiert die Ergebnisse einer mehrjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Kapstädter Theo Ntuntwana und dem Ankumer Josef Lange-Grumfeld. Beide Maler haben seit mehr als zehn Jahren in jeweils mehrwöchigen Treffen eine Vielzahl von Bildern und Keramiken erstellt, die die unterschiedlichen Einflüsse  auf die gemeinsamen Arbeiten der beiden Künstler und ihre Vorstellungen ersichtlich werden lassen.                                                                           

Der gebürtige Südafrikaner Theo Ntuntwana ist nach einem Studium der schönen Künste in Kapstadt heute Direktor der Keramik Abteilung am Siyuvele College in der Kapregion. Wie viele bedeutende Maler wie zum Beispiel Hundertwasser, Barlach oder besonders Pablo Picasso, hat sich Ntuntwana neben der Malerei besonders der künstlerischen Keramik gewidmet.

Josef Lange -Grumfeld, der sich in seiner langjährigen Tätigkeit als Maler in vielen nationalen und internationalen Ausstellungen ( USA, Italien, Polen, Niederlande u.a.)  einen bedeutenden Ruf als  Künstler erworben hat, hat einen ihm eigenen, unverwechselbaren Stil in seinen Werken entwickelt, der besonders an die eindrucksvollen Formen und Darstellungen des Expressionismus erinnert. Seine Kompositionen sind von seltsamen Wesen und Zeichen bevölkert, die eine dynamische, zupackende Art der Bildgestaltung verraten und gleichzeitig eine ungeheure Wucht der Farbgebung  beinhalten.

Lange-Grumfeld entwirft aus einem schier unendlichen Reich seiner Phantasie  Bilder von Dämonen, Fabelwesen, Knochenmenschen oder Tierfiguren, die in ihren Erscheinungen vieldeutig sind , aber auch eine bisweilen verborgene politische Botschaft enthalten.

Wenn nun die beiden Künstler eine Auswahl ihrer gemeinsam geschaffenen Arbeiten vorstellen, so können die Betrachter gewiss sein, dass sie eine ungewöhnliche, farbintensive , zum Nachdenken anregende  Präsentation von moderner Kunst erwartet, die eine eingehende Betrachtung und Auseinandersetzung verlangt, aber auch ein großes Maß an Identifikation und Erkenntnis  ermöglicht. 

Die Eröffnung der Ausstellung am Freitag, dem 1. Juni 2012, im Kunstspeicher Mettingen beginnt um 20.00 Uhr. Neben dem Künstler wird der Leiter des Museums des Landkreises Osnabrück, Gerhard - Friedrich Philipp , eine Einführung in die gezeigten Bilder und Keramiken geben.