Leitern spielen mit Licht

Ausstellung „Herbstgäste“

von Brigitte Striehn

Auch in Mettingen ist die Ausstellung „Herbstgäste“ mit künstlerisch sehr abwechslungsreichen Werken gestartet. Schon zum zehnten Mal präsentieren Mettinger Förderverein Schultenhof, Kunstverein Ibbenbüren und Kulturspeicher Dörenthe ihre große Gemeinschaftsausstellung.

METTINGEN. Schon zum zehnten Mal haben der Förderverein Mettinger Schultenhof, Kunstverein Ibbenbüren und Kulturspeicher Dörenthe ihre große Gemeinschaftsausstellung „Herbstgäste“ präsentiert. Eingeladen sind in diesem Jahr 19 Mitglieder des Bochumer Künstlerbundes.

In den drei Kulturinstitutionen entlang der imaginären Verbindung „Funny Red Line“ ist eine große Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen in den kommenden vier Wochen zu sehen. Der Künstlerbund wurde 1946 gegründet und hat aktuell 73 Mitglieder. Vertreten sind alle Sparten der Bildenden Kunst, hohe qualitative Kompetenz ist Voraussetzung für die Aufnahme.

Zur Vernissage am Samstagnachmittag waren etwa 40 Besucher in den Kunstspeicher auf dem Schultenhof gekommen. Bernhard Kötter vom Vorstand des Fördervereins Schultenhof eröffnete die Ausstellung. Bürgermeisterin Christina Rählmann freute sich über das Engagement des Kunst-Netzwerkes an den drei Orten. „Lassen Sie mit wachen Sinnen die Herbstgäste 2017 auf sich wirken“, forderte sie zu genauer Betrachtung auf. Uta Hoffmann, stellvertretende Vorsitzende der Bochumer Künstlervereinigung, überbrachte Dank für die Gastfreundschaft.

Anschließend stellten die Künstler ihre Werke vor. Bernd Figgemeier hat Erhaltungsweisen in Natur und Umwelt in Bilder und Skulpturen umgesetzt. Mit Sand versetzte Acrylfarben ergeben Reliefbilder in zurückhaltender Farbigkeit. Vollplastische Arbeiten aus Bleiblech stellen Gebirgslandschaften dar, ein tanzendes Paar menschliches Verhalten. Felsformationen in den Dörenther Klippen und Externsteine hat Figgemeier als Kohlezeichnungen auf altem Büttenpapier in sehr naturgetreue steinerne Physiognomien verwandelt.

Von Ortrud Kabus sind drei Bilder in Öl mit Acryluntermalungen sowie Lithografien zu sehen. Die Motive findet die Künstlerin in der Natur. „Wachstum und Verfall, das Durcheinander von Lebendigem und Totem, faszinieren mich“, erklärte sie. Die zweite Etage des Speichers hat Doreen Becker ganz für sich. Dort zieht eine interessante Installation die Blicke auf sich. „Ich beschäftige mich seit langem mit Raum und Natur“, sagt sie.

Zwölf leiterförmige Gebilde aus Silikon hängen von der Decke. Sie sind in einem Stück gegossen und verändern sich durch das Brechen des Lichts in den transparenten Bahnen. Ausdrücken könnten sie die Vergänglichkeit von Wasser und Eis. Doch Assoziationen sind dem Betrachter überlassen.

Alle Kunstwerke sind käuflich zu erwerben. Öffnungszeiten sind bis Sonntag, 10. Dezember, sind jeden Samstag und Sonntag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr.