Herbstgäste aus Leipzig in Mettingen und Ibbenbüren

Im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung „Herbstgäste aus Leipzig“ des Fördervereins Kulturspeicher Dörenthe, des Kunstvereins Ibbenbüren und des Fördervereins Mettinger Schultenhof vom 10. November bis zum 9. Dezember 2012 präsentieren drei der neun ausstellenden Künstler ihre Werke im Kunstspeicher Mettingen auf dem Schultenhof.                                               

Auf dem Bild (von links):  Bernhard Kötter (Mettingen), Jörg Zetzsche (kleines Foto), Britta Schulze, Alexander Hartmann                                                                                                        

 

Joachim Zetzsche, seit 1983 freischaffender Maler in Leipzig, hat sich in den letzten Jahren besonders intensiv mit der Anfertigung von Radierungen und Drucken beschäftigt und  sich in mehreren Kursen bei bekannten Künstlern in dieser Technik vervollkomnet. Zetzsches Motive erstrecken sich häufig auf Eindrücke, die er in seiner sächsischen Heimat um Leipzig und auf verschiedenen Kunststudienreisen in viele Teile der Erde erhalten hat und die er in einem feingliedrigen  Farbenspiel von Licht und Schatten abbildet. 

Britta Schulze, Meisterschülerin und Absolventin der Kunsthochschule Leipzig bei Professor Arno Rink, einem der Begründer und Wegbereiter der „Neuen Leipziger Schule“, widmet sich neben experimentellen Formen der Kunst, wie Live-Malerei zu Live-Musik, besonders der Erstellung von Farbkompositionen , die auf einem vielfältigen Wechselspiel von Licht - und Farbveränderungen basieren und die Intensität und Klarheit der Farben einfangen. Britta Schulze hat sich darüber hinaus mit der Veränderungen  und dem Wandel der Farbe in der Geschichte und  Entwicklung der Menschheit befasst und führt in vielen Darstellungen zu diesen Ursprüngen in einem farbigen Kosmos der Bildgestaltung zurück .

Alexander Hartmann, Absolvent der Kunsthochschule Leipzig in den Fachbereichen Malerei und Grafik , wählt einen anderen Zugang zu seinen Gestaltungsformen der modernen Kunst. Er wendet sich vorwiegend der Darstellung von Ansichten von Räumen und Gebäuden, von Gegenständen aus der Natur  und Umwelt zu, die er in seinen Gemälden zu farbintensiven Kompositionen zusammenfasst . Er verknüpft abstrahierte Formen und expressive Farben zu flächenhaften Körpern .Sein Spiel mit Farbe und Form lässt des Öfteren das genau gesehene Motiv erkennen und zeigt dem Zuschauer gleichzeitig   hintergründig eine andere Sichtweise dieser Dinge, wie sie jedem von uns  täglich  begegnen können.

"Ich kopiere nicht das Sichtbare, sondern verbinde das Offensichtliche mit Gefühlen und Eindrücken, für die in der Romantik der Begriff Seelen-Landschaft geprägt wurde,“ sagt er über seine Arbeitsweise.

 

Die in Ibbenbüren ausstellenden Künstlerinnen und Künstler


Katja Enders

Jörg Ernert


Tatiana Petkova

Jens Pfuhler

Konrad Thalmann


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Petra Watzlawik
Bericht in der IVZ vom 14.11.2012
von Sunhild Salaschek


Traditionelle Gemeinschaftsausstellung mit dem Kunstverein Ibbenbüren und dem Kulturspeicher Dörenthe: 

Die von Mettingen ausgehende Initiative und das hohe Engagement aller drei Vereine hat eine weit über dem Durchschnitt liegende hochkarätige Ausstellung der berühmten "Neuen Leipziger Schule" in der Region möglich gemacht.  Im Kunstspeicher in Mettingen sind im Rahmen der Ausstellung „Herbstgäste aus Leipzig“ Bilder von Alexander Hartmann, Joachim Zetzsche und Britta Schulze zu sehen.

„Am liebsten würde ich Ihren Verein mit nach Leipzig nehmen“, meinte die Malerin Britta Schulze und dankte damit für die Ausstellung „Herbstgäste aus Leipzig“. Am Samstag wurde die traditionelle Gemeinschaftsausstellung der Vereine eröffnet, die durch die „Funny Red Line“ miteinander verbunden sind: Förderverein Mettinger Schultenhof, Kunstverein Ibbenbüren und Kulturspeicher Dörenthe.Die von Mettingen ausgehende Initiative und das hohe Engagement aller drei Vereine hat eine weit über dem Durchschnitt liegende hochkarätige Ausstellung mit Nachfahren von Neo Rauch aus der berühmten „Neuen Leipziger Schule“ möglich gemacht. Der intensive Einsatz, den auch die stellvertretende Bürgermeisterin Christina Rählmann in ihrem Grußwort anerkennend hervorhob, hatte auch im Detail zu ins Auge springenden, blendenden Ergebnissen geführt.Die Bilder von Alexander Hartmann und Joachim Zetzsche, die zu großen Teilen auf den Ort Leipzig Bezug nehmen, begrüßen den Besucher kompakt oder feinsinnig im Untergeschoss, die großformatigen besonders farbintensiven Werke Schulzes sind im Obergeschoss zu bewundern. In einer Einführung zur Ausstellung gab der Vereinsvorsitzende Bernhard Kötting historische und ästhetische Anregungen zur Betrachtung. Wichtig war ihm aber die eigene Auseinandersetzung der Kunstinteressierten mit den Werken. Die Gelegenheit dazu und zum Gespräch mit den aus Leipzig angereisten Künstlern wurde bei Kaffee und Kuchen ausgiebig genutzt.