Der Förderverein Mettinger Schultenhof e.V.

hat sich zur Aufgabe gemacht, den Schultenhof als kulturellen Mittelpunkt der Gemeinde zu erhalten. Im Jahr 1994 verließ der letzte Pächter den Hof, der dann in den Besitz der Gemeinde überging. Von 1995 bis 1998 wurde der Hof mit Hilfe der Ribo-Stichting aufwändig restauriert. Seit dieser Zeit steht das Gelände der Öffentlichkeit für Veranstaltungen jeglicher Art zur Verfügung.

Der Förderverein wurde 1996 gegründet und hat in mehr als 20 Jahren das kulturelle Leben in Mettingen mit zahlreichen Veranstaltungen (Ausstellungen, Theater, Liederabende, Open-Air-Kino, Scheunenfest u.v.a.m.) bereichert. Die guten bis sehr guten Besucherzahlen zeigen, dass das Programm des Vereins in Mettingen gut ankommt. Besondere Höhepunkte in den letzten Jahren waren die Skulptour im Jahr 2001, die Kulturnacht (2008) und das Mettinger Herbstleuchten in 2012. Erwähnenswert sind auch die Veranstaltungen 2009 bis 2013 mit Susanne von Borsody, Walter Sittler, Uwe Ochsenknecht und Joachim Król, die jeweils im ausverkauften Bürgerzentrum ein begeistertes Publikum fanden. Viel Anerkennung erhielt der Förderverein von Joachim Król: "Der eindrucksvollste Ort dieser Tournee für mich war wahrscheinlich Mettingen." "Die persönliche Atmosphäre, das große Engagement der Mettinger Kulturschaffenden sind in hohem Maße beeindruckend und  sympathisch." (Aus dem Schreiben der SAGAS -Künstleragentur). Überregionales Interesse fand die Mettinger LiteraTour 2013.

Auf diesen Seiten können Sie mehr über das aktuelle Programm erfahren und in unserem umfangreichen Archiv stöbern.
Die pdf-Version steht hier zum Download zur Verfügung



Eine packende Familiengeschichte

TV-Schauspieler Christian Berkel im Schultenhof

Heute, 26. Jan. 2020 - 16:52 Uhr
von Dietlind Ellerich

200 Besucher verfolgen am Samstagabend die Lesung von TV-Schauspieler Christian Berkel im Schultenhof. Damit sorgten sie für einen starken Auftakt in das neue Veranstaltungsgrogramm des Fördervereins Mettinger Schultenhof.

 

Foto: Karl Dorenkamp

Auf Einladung des Fördervereins Schultenhof war der Schauspieler Christian Berkel zu Gast in Mettingen. Er las aus seinem Roman „Der Apfelbaum“, in der er seine Familiengeschichte über drei Generationen Revue passieren lässt. Geduld war am Büchertisch gefragt, wo Berkel wie am Fließband signierte.

Mit einem starken Auftakt startete der Förderverein Mettinger Schultenhof am Samstag in sein neues Veranstaltungsprogramm. 200 Besucher verfolgten den Auftritt des Schauspielers Christian Berkel. Der 62-Jährige las nicht nur aus seinem Buch „Der Apfelbaum“, sondern mahnte auch nachdrücklich, „auf unsere Sprache zu achten“. Es fange immer mit der Sprache an, sagte er zum in Europa zunehmenden Antisemitismus.

Über die Sprache werde der Boden geebnet und Toleranz geschaffen, „und dann kommen die Taten“, forderte er sein Publikum auf, bei verbalen Entgleisungen Flagge zu zeigen. Noch vor wenigen Jahren habe er den heutigen Rechtsruck in Europa für „absolut unmöglich“ gehalten. Offen geäußerter Antisemitismus wie die „Vogelschiss“-Aussage des ehemaligen AfD-Bundessprechers Alexander Gauland im Bundestag sei „extrem erschreckend“.

Berkels klare Kante liegt auch in seiner Familiengeschichte begründet, die er im Buch „Der Apfelbaum“ beschreibt. Der Sohn einer Halbjüdin hatte lange wenig über seine Vergangenheit gewusst. „Es wollte niemand wirklich darüber sprechen“, erinnert er sich. „Der Apfelbaum“ ist im Herbst 2018 erschienen und das Ergebnis jahrelanger intensiver Recherchen. Für ihn seien die Lücken und Leerstellen in seiner Geschichte vielleicht ebenso prägend gewesen wie die Dinge, die ihm bekannt gewesen seien.

„Ich versuche zu erzählen, wie es dazu gekommen ist“, macht der Schauspieler und Autor deutlich, dass das Geschehen des Romans nur an die Familie Berkel angelehnt und keine Biografie sei. „Wer wann wo gewesen ist, ist Familiengeschichte, was die Figuren im Einzelnen erlebt und empfunden haben, ist natürlich fiktional“, erklärt er den Zuhörern. Gebannt folgten diese der Lesung aus dem Buch und den Erklärungen über seine Vorgehensweise.

Die einen kennen Christian Berkel aus Filmen wie „Der Untergang“, „Operation Walküre“ oder „Inglourious Basterds“. Andere verfolgen seit Jahren seine Ermittlungen als Hauptkommissar Bruno Schumann in der ZDF-Serie „Der Kriminalist“. Wer von der Vergangenheit seiner Familie gewusst oder bereits gelesen hatte, ist am Samstag umso beeindruckter von der Geschichte, vor allem aber von Berkels Auftritt in der Diele des Schultenhofs. Eindringliche Schilderungen über die Besuche bei seiner an Demenz erkrankten Mutter vor wenigen Jahren oder über deren Erlebnisse während des Kriegs im Sammellager Gurs in den französischen Pyrenäen treiben manchen die Tränen in die Augen.

Besonders die Präsenz von Berkels sonorer, geschulter Stimme und der Facettenreichtum, mit dem er die Figuren seines Romans zum Leben erweckt, machen im Publikum Eindruck. Das zeigt sich in der Wahl der Attribute von „großartig“ bis „wunderbar“, mit denen die Besucher den Abend beschreiben. Aber auch in der langen Warteschlange am Tisch der Buchhandlung „Bücherwurm“, wo der Autor in der Pause und nach der Lesung wie am Fließband signiert. „Wenn sie wissen wollen, wie es weitergeht, es gibt da hinten noch Möglichkeiten“, sagt Berkel am Ende der Lesung schmunzelnd mit Blick auf den Büchertisch. „Die Geschichte geht gut aus, sonst wäre

ich nicht hier, um sie zu erzählen“, versucht er dem Grauen, das seine Eltern Sala und Otto erlebt haben, ein wenig den Schrecken zu nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Kulturprogramm des Fördervereins Mettinger Schultenhof hat 2020 wieder einige Höhepunkte zu bieten. Erneut wird es eine ausgewogene Mischung von Musik, Literatur, Ausstellungen sowie Bühnenkunst geben.

Konzerte, ein Scheunenfest, Kabarett

Figurentheater und zum Auftakt eine Lesung mit dem TV-Schauspieler Christian Berkel. Das Kulturprogramm des Fördervereins Mettinger Schultenhof hat 2020 wieder einige Höhepunkte zu bieten. Dabei hat das Vorstandsteam um den Vorsitzenden Peter Hillenkamp erneut auf eine ausgewogene Mischung von Musik, Literatur, Ausstellungen sowie Bühnenkunst geachtet. Es soll schließlich für jeden etwas dabei sein. 

Am Samstag, 25. Januar, geht es mit einem Knaller los: Der vielen Zuschauern aus der ZDF-Krimireihe „Der Kriminalist“ sowie weiteren Film- und Fernsehprojekten bekannte Schauspieler Christian Berkel kommt nach Mettingen. Er liest im Haupthaus des Schultenhofes aus seinem Roman „Der Apfelbaum“. Darin verarbeite Berkel die Geschichte seiner Familie in der Nazizeit, in der Emigration und nach der Rückkehr nach Deutschland, erklärt Hillenkamp. Die Geschichte zeige, dass die Kriegstraumata auch in der zweiten und dritten Generation nachwirken und wie brüchig Lebensläufe oft sind.

Natürlich reagierten die Agenturen bekannter Schauspieler zunächst zurückhaltend, wenn eine Anfrage aus Mettingen komme, beschreibt der Vorsitzende. Allerdings hat der Förderverein mit Auftritten in den Vorjahren, unter anderem von Susanne von Borsody, Walter Sittler und Joachim Król, beste Referenzen aufzuweisen. „Das macht es natürlich leichter“, sagt Hillenkamp.

Figurentheater gehört ebenfalls wieder zum Jahresprogramm. Beim Kulturfrühstück am 8. März gastiert die Berliner Bühne „Puppen etc.“ mit einem Ringelnatz-Stück im Tüöttendorf. Weiter geht es am 20. März mit dem Kabarett-Duo „Die Buschtrommel“. „Dumpf ist Trumpf“, heißt ihr neues Programm. Am 22. und 23. August verwandelt sich der Schultenhof einmal mehr in ein Künstlerdorf. Die Vorbereitungen laufen, das Programmheft dafür erscheint Anfang Juni.

Zu den Traditionsveranstaltungen des Fördervereins gehört mittlerweile das Open-Air-Picknick, das am 6. September ansteht. Auf dem Rasen des Schultenhofes können die Besucher ein Picknick machen und die Musik der Band „Draußen nur Kännchen“ auf sich wirken lassen. Das Scheunenfest am 18. September steht diesmal im Zeichen von Robbie Williams. Der Mettinger Filmclub zeigt zur Einstimmung die Aufzeichnung des Konzerts „Swing When You´re Winning“ auf Großleinwand. Danach legt ein DJ die Songs der Musik um die Jahrtausendwende auf. Die Kombination aus Film und Disco habe in diesem Jahr mit der Abba-Night schon sehr gut geklappt, sagt Hillenkamp.

Der Künstler Christo verhüllt in diesem Jahr den Arc de Triomphe in Paris. Zu diesem Anlass bietet der Förderverein über das Reisebüro Forsmann vom 22. bis zum 25. September eine Parisfahrt an. Anmeldungen unter 05452/93310.

Mit Henriette Mudrack und Kai Dorenkamp gastieren zwei bekannte Gesichter als Musikduo „Goldstaub“ am 20. November auf dem Schultenhof. Die Schauspieler Eva Scheurer und Rudolf Kowalski beschließen am 4. Dezember mit der Lesung „Alle Jahre wieder“ das erneut sehr vielseitig ausgefallene Programm des Fördervereins. schultenhof-mettingen.de

 Fünf Ausstellungen gehören 2020 zum Programm des Fördervereins Schultenhof: 28. Februar bis 5. April, Teresa Reyes-Lorca und Hans-Georg Dornhege „Landschaften und Zeit“. 24. April bis 31. Mai Konrad Thalmann „let´s celebrate lines, rhythms and shapes“. 5. Juni bis 12. Juli, Ausstellung der Werkstatt für Photographie. 28. August bis 11. Oktober, Monika Scholz und Reinhard Dasenbrock „Schulter an Schulter im Schultenhof“. 14. November bis 13. Dezember „Herbstgäste aus dem Münsterland mit dem Künsterlinnenforum Münsterland. Bereits am Sonntag, 19. Januar, plant die Gemeinde Mettingen einen Tag der offenen Tür auf dem Schultenhof.

 

Schultenhof






 

 

Schultenhof

 

 

 

 

 

 

 

 

.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 








 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
















































 













































 


























































 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

,