Pressereaktionen

Ibbenbürner Volkszeitung vom 21.04.2004

Mettinger Hängung

"Wir möchten zeigen, was in den Mettinger Haushalten alles hängt und ganz viele Leute dazu bringen, in den Kunstspeicher zu kommen, die sonst nicht kommen würden", erklärt Barbara Brüning vom Förderverein Mettinger Schultenhof ihre Motivation für die Organisation der "Mettinger Hängung". "Wir möchten alle Mettinger ansprechen mitzumachen", bestätigt Maria Luise König, Vorsitzende des Mettinger Kulturvereins, der die besondere Ausstellung mit dem Förderverein im Kulturforum Mettingen organisiert.

Sie habe sich im Museum Schloss Moyland am Niederrhein von dieser Art der Hängung der Werke inspirieren lassen, erinnert sich Brüning. Die Bilder sind nicht nach Wert, Technik oder Größe angeordnet, sondern in der Reihenfolge ihres Erwerbs aufgehängt, die Wände sozusagen mit Bildern tapeziert worden. Nach dem Vorbild der Eremitage in St. Petersburg und anderer berühmter Ausstellungen soll der Kunstspeicher in zwei Wochen auf beiden Etagen von der Decke bis zum Fußboden mit Originalgemälden oder Grafiken sozusagen tapeziert werden. Wie die Verteilung genau aussehen wird, ist natürlich auch von den Formaten der einzelnen Werke abhängig.

"Wir hoffen, dass der Speicher überquillt", sagt Bernhard Kötter vom Förderverein. Auch beim Kulturverein ist die anfängliche Skepsis über die Resonanz der Kunstbesitzer einem gesunden Optimismus gewichen. "Ich hatte viele Anfragen von Menschen, die zunächst ein wenig zurückhaltend waren", erzählt Dr. Dietlind Woesler. Sie habe diesen Kunstfreunden Mut gemacht und sie überzeugt, ihre Originale zur Verfügung zu stellen.

Spannend sei diese Art der Ausstellung, darin sind sich die Veranstalter einig. "Natürlich ist das sehr aufregend, wenn man gar nicht weiß, wie viele kommen", bestätigt Barbara Brüning. Je mehr kommen, desto grandioser wird die Aktion. Jeder Kunstfreund solle noch Verwandte und Freunde dazu animieren mitzumachen.

Alle Mettinger Bürger werden gebeten, den Vereinen ein oder mehrere Originalbilder aus den eigenen vier Wänden zur Verfügung zu stellen. Die Werke müssen gerahmt sein. Wenn möglich sollten der Name des Künstlers, der Titel des Werkes und der Name des Ausleihers darunter stehen. Die Beschriftung der Karten wird die neue Beisitzerin des Kulturvereins, Annette Mittelberg, vornehmen.

Am Mittwoch, 5. Mai, am Donnerstag, 6. Mai, jeweils von 17 bis 19 Uhr, und am Samstag, 8. Mai, von 10 bis 14 Uhr können die Werke im Kunstspeicher abgegeben werden. Die offizielle Eröffnung der Mettinger Hängung ist am Samstag, 8. Mai, ab 19 Uhr. Für die Dauer der Ausstellung bis zum 13. Juni sind die Bilder gegen Diebstahl und Beschädigung versichert.

Nach der Ausstellung werde der Kunstspeicher renoviert, verspricht Barbara Brüning, und zwar von beiden Vereinen.

Quelle: IVZ vom 21.04.2004