Programm und Publikum bunt gemischt (IVZ vom 3.11.2014 Dietlind Ellerich)

Mit ganz unterschiedlichen Beiträgen haben Jugendliche und Erwachsene am Freitagabend die Bühne des Schultenhofes geentert. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr hatte der Förderverein Mettinger Schultenhof zu einer zweiten Auflage der „Open Stage“ in die Diele der Hofanlage eingeladen.

Foto: Dietlind Ellerich

Die Cellisten Paul Flake und Tobias Langelage (l.) unterhalten mit Folkmusik die Besucher der „Open Stage“ .

METTINGEN. Literatur, Theater, Musik und Film – was braucht es mehr für zweieinhalb Stunden kurzweiliger Unterhaltung? Lustig und flott, aber auch nachdenklich und traurig kamen die Beiträge daher, mit denen sich Jugendliche und Erwachsene am Freitagabend auf die Bühne wagten. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr hatte der Förderverein Mettinger Schultenhof zu einer zweiten Auflage der „Open Stage“ in die Diele der Hofanlage eingeladen.

Durch die bunte Vielfalt des Programms führte ebenso informativ wie unterhaltsam Ulrich Müller-Etzbach, der auch die eine oder andere Umbaupause mit kleinen Beiträgen füllte. Alte Bekannte sowie Akteure, die das Dielenpublikum noch nicht erlebt hatte, nahmen im Fünf-bis-zehn-Minuten-Takt die Bühne in Beschlag, deren nüchterne Kahlheit allen Protagonisten gleichermaßen gerecht wurde.

Vor dem schlichten erst schwarzen, später weißen Hintergrund spielten Darsteller des Ibbenbürener Rabatz-Theaters verschiedene Monologe und Szenen, spielten junge Musiker Gospel und Folk, Blues, Rock und Jazz, lasen Autoren aus Romanen und Kurzgeschichten. Dazwischen lag die Uraufführung eines Kurzbeitrags von Marie-Christin Hahne, die das Gedicht „Ich in Weiß“ von Anna Elisabeth Hahne verfilmt hatte. Sie habe „in eindrucksvoller Weise Lyrik in Bilder umgesetzt“, fasste Ulrich Müller-Etzbach das Geschehen auf der Leinwand zusammen.

Ebenso klasse wie Laura Münstermanns Monolog der Eva Braun aus „Eva – Hitlers Geliebte“ von Stefan Kolditz waren die jungen Schauspieler Jana Hagedorn und Henry Schrameyer, Silas Landwehr, Marleen Knüppe, Ida Laube, Ole Bröring und Maxime Steffen. Herzzerreißend kam der Monolog „Tod der Mutter“ von Alexandra Schmitz herüber.

Als musikalischer roter Faden zogen sich die Intermezzi des Saxofonisten Johannes Mäurer durchs „Open-Stage“-Programm. Während die Cellisten Paul Flake und Tobias Langelage sich als Freunde der Folkmusik zeigten, gaben Geburtstagskind Ole Schneider an der E-Gitarre und Florian Wosnik am Saxofon Kostproben aus ihrem breiten Repertoire.

Auch Erwachsene meldeten sich zu Wort. Rebecca Schulze hatte ihre Kurzgeschichten „Maskenball“ und „Hier, wo die Sirenen wohnen“ dabei, Barbara Kemper rezitierte ihre Gedichte „Sternengeschenk“ und „Herbst“, und Gabriele Mohn alias Gabriele Hölzl las aus „Bruno. 99 Jahre und ein Tag“, einem autobiographischen Roman über ihren Großvater.

„Das kurzweilige Potpourri der verschiedensten künstlerischen Beiträge“, wie es der Moderator Müller-Etzbach beschrieb, kam beim ebenso bunt gemischten Publikum an. Schon am Abend wurde der Wunsch nach einer Wiederauflage des besonderen kulturellen Events laut

Einen Filmbeitrag finden Sie unter: http://www.mazztv.de/?vid=5716