„Bilder einer Welt“ von Richard Weitz – Eichhoff

 

In Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk „Misereor“ zeigt der Förderverein Mettinger Schultenhof vom 9. März bis zum 15. April  diese Ausstellung.


Im Schaffen von Weitz –Eichhoff lassen sich sehr unterschiedliche Stilrichtungen erkennen, die den Einfluss bedeutender Künstler seiner Zeit ersichtlich machen, die jedoch  von einer eigenständigen Arbeitsweise und Bildgestaltung des Malers gekennzeichnet sind. So finden sich zum Beispiel der deutliche Bezug zum Expressionismus eines Ernst Barlach , oder auch das Vorbild einer abstrakten Malweise eines Pablo Picasso und Hinweise auf Erscheinungsformen des malerischen Realismus eines Edgar Ende.Bei seiner Orientierung an so unterschiedlichen Strömungen der modernen Kunst geht Weitz – Eichhoff jedoch nicht im Sinne einer Nachahmung vor, sondern er setzt sich mit den verschiedenartigen künstlerischen Ausdrucksformen auseinander und bezieht in seinen Werken klar unterscheidbare, unverwechselbare und eigenständige Positionen, die über seine Vorbilder hinaus gehen und eine sehr persönliche Handschrift verraten.

 

Der Maler, dessen Arbeit sich fast unbemerkt vom kommerziellen Kunstbetrieb in seinem Aachener Atelier vollzog, hat erst nach seinem Tode die ihm gebührende Aufmerksamkeit als herausragender Künstler erzielt. Weitz- Eichhoff, Absolvent der international anerkannten Düsseldorfer Kunsthochschule, hat viele Strömungen der Kunst des 20. Jahrhunderts in seinen Werken aufgenommen und ist auch von seinen persönlichen Erfahrungen  als Soldat im 2.  Weltkrieg stark beeinflusst. So sind viele seiner Gemälde von der Thematik des Leidens, der Gräuel des Krieges und von den Arbeitsweisen  der bedeutenden Maler seiner Zeit, wie etwa Ernst Barlach, Käthe Kollwitz oder Pablo Picasso, geprägt, zeigen jedoch immer einen sehr persönlichen, eigenen Stil, der sich von seinen Vorbildern deutlich abhebt..

 

Die Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Misereor ergibt sich aus einem ungewöhnlichen Umstand:

Der Maler Weitz – Eichhoff hat zu seinen Lebzeiten seine Arbeiten nie zum Verkauf angeboten, sondern sie nur für sich und seine privaten Räume erstellt.

Sein  umfangreiches Gesamtwerk hat Weitz-Eichhoff dem Hilfswerk Misereor mit der Auflage vermacht, dass der etwaige Erlös seiner Bilder Menschen in aller Welt zu Gute kommen soll, die zu den Benachteiligten, den unter den Folgen von Kriegen Leidenden, Menschen also am Rande der Gesellschaft, gehören.

So unterstützt Misereor mit dem Geld verkaufter Bilder Projekte wie etwa Hilfen für Minenopfer in Kambodscha, Schulen und Krankenhäuser in Afghanistan oder der Linderung des Hungers in Afrika. Der Förderverein Mettinger Schultenhof möchte diese Anliegen unterstützen und das Werk Weitz- Eichhoffs weiter bekannt machen.

 

Die Eröffnung der Ausstellung am Freitag, dem 9. März 2012, findet um 20.00 Uhr im Kunstspeicher auf dem Schultenhof in Anwesenheit von Mitarbeitern von Misereor statt.